A wie Asana

Asana ist ein Sanskrit Wort und heißt „Sitz“. Nach Patanjali ist Asana die dritte Stufe auf dem achtgliedrigen Pfad des Yoga. Heutzutage sind die Körperübungen damit gemeint. Sie wurden entwickelt, um beim Meditieren besser sitzen zu können. Wenn der Körper zwickt, kann der Geist nicht zur Ruhe kommen.

Meine Yogalehrer-Ausbildung basierte auf klassischem Yoga. Im Hatha-Yoga werden Asanas einzeln gemacht, langsam und achtsam ausgeführt und dreimal wiederholt. Anschließend spürt man in Savasana nach- und genau dann geschehen alle positiven Wirkungen der Übung. So habe ich das gelernt, erlebt und für gut befunden.

Allerdings ist dieser Yogastil selbst manchen Erwachsenen zu wenig aktiv, zu sanft. Ich hörte auch schon wie dieser Yogastil als „langweilig“ genannt wurde.🤔

Wie sollte ich dann mit energiegeladenen Kindern diesen Yogastil üben? Das beschäftigte mich schon seitdem ich Kinderyoga weitergebe. Ansatzweise hatte ich Asanas, die in diese Richtung gehen, einfließen lassen. Aber konsequent daran weitergearbeitet hatte ich nicht. Letztes Jahr habe ich es gewagt einen ganzen Kurs (also 10 Yogastunden) ausschließlich mit Hatha-Yoga-Übungen zu planen.

Die Kraft der Tiere- die stärksten Tiere

Das war Thema des Kurses. Meine Yogakinder sind Grundschüler. Sie interessieren sich sehr für Tiere, deren Eigenschaften und ihren Lebensraum.

Dieses Interesse konnte ich doch nutzen. Ich suchte eine ganze Menge Fakten über die Tiere zusammen: erstaunliche, lustige, einzigartige.

Nach den Sommerferien, als der neue Kurs begann, war es dann soweit. Klassisches Hatha Yoga meets Kinder:

In der Yogamitte steht das (Schleich)Tier, das die Kinder gerade kennenlernen. Die Kleinen Yogis liegen auf ihrer Matte und können wählen,

🧘🏻‍♂️ob sie lieber die Augen schließen und zuhören, möchten,

🧘‍♀️oder ob sie sich das Tier genau ansehen möchten.

„ stelle dir vor, du bist ein Tiger. Du bist die stärkste Katze der Welt. Nicht nur dein Fell hat Streifen, die Streifen sind auch direkt auf deiner Haut abgebildet. Kein anderer Tiger hat das gleiche Streifenmuster. Du bist einzigartig………..

Ich erzähle den Kindern alle Fakten, die ich über das Tier zusammen gesucht habe. Das geschieht in der „DU-Form“ , denn die Kinder sollen sich ja vorstellen, das Tier zu sein. Anschließend lasse ich den Kindern ein paar Atemzüge lang Zeit, sich noch ein bisschen mehr hinein zu fühlen.

„Jetzt stehst du auf und schaust dich im Dschungel um………………. Lautlos streifst du durch den Dschungel. Deine Lautlosigkeit ist deine gefährlichste Waffe. Du hebst dein rechtes Bein und streckst es langsam nach hinten aus, völlig lautlos……….“

So führe ich die Kinder in das Asana hinein. Begleitet von der Beschreibung wie der Tiger durch den Dschungel schleicht, was er sieht und spürt, wird die Übung dreimal wiederholt. Dann legt sich das Tier an einen gemütlichen Platz und ruht sich aus.

Auf diese Art lernen die Kinder nur zwei neue Asanas pro Yogastunde kennen. Das hat den Vorteil, dass sie sich die Yogahaltungen besser merken können. Wir hatten sie ja schließlich intensiv geübt.

Ich war natürlich sehr gespannt, wie es den Kindern gefallen würde und fragte einfach mal nach. Sie fanden es toll (und überhaupt nicht langweilig- yeah 😃). Sie konnten sich gut einfühlen in die Tiere und auch die Kraft der Tiere spüren. Alle haben wirklich gut mitgemacht und auch das Asana richtig gut ausgeführt. Ich bin so stolz auf meine kleinen Yogis ❤️

Leider hatten wir nur vier Kursstunden- dann hat Corona mächtig dazwischengefunkt.

Vielleicht hast du ja Lust, mit deinem Kind diese Methode auszuprobieren. Mich würde sooo interessieren, wie es deinem Kind gefällt. Schreibe mir unter puenktchenyoga@gmx.de , dann schicke ich dir sehr gerne ein paar Asanas zum Ausprobieren.

Namaste 🙏🏻 deine Ute

Ich verwende übrigens dafür sehr gerne diese Yogakarten dafür. Die Karten zeigen so schön das „eins sein“ mit dem Tier.
(Werbung, von ❤️ selbst gekauft)

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