A wie Achtsamkeit

wenn du sitzt, „sitze“ mit deinem ganzen Körper und sei mit deiner ganzen Aufmerksamkeit beim Sitzen- kommt ein Windhauch vorbei, registriere das – ganz ohne Wertung.

Überall um uns herum lungert Ablenkung-hier das Handy, da das Fernsehen, die Spielkonsole, Geschwister, Freunde……….. wir haben nur selten die Gelegenheit uns in Stille und voller Aufmerksamkeit einer Sache zu widmen. Das ist auch schon bei vielen Kindern so.

Gibt es in euren Kursen auch zunehmend Kinder, deren Aufmerksamkeit herumflattert wie ein Schmetterling?

Manchen Kindern fällt es echt schwer im Moment zu verweilen, die Aufmerksamkeit bei sich selbst zu halten. Naja – aus diesem Grund sind sie wahrscheinlich in diesem Yogakurs.

Für uns ist es dann nicht einfach in einer Stunde pro Woche den Kindern Achtsamkeit nahezubringen. Es geht- aber es braucht Zeit, wahrscheinlich mehrere Kurse, und eine kleine Umstellung im Stundenkonzept. (Darüber werde ich noch beim entsprechenden Buchstaben schreiben.)

Yoga selbst umfasst schon sehr viel Achtsamkeitspraxis. Braucht man dann auch noch Achtsamkeitsübungen? Ich glaube ja. Denn für Kinder sind Asanas erstmal nur Bewegungen. Sie mit dem Atem und dem Fokus nach innen umzusetzen, gelingt den wenigsten. Deshalb finde ich es sinnvoll, Achtsamkeit in separaten Übungen zu lernen. Viele davon sind ganz einfach in den Alltag integrierbar- man muss nur daran denken 🤔

Achtsamkeit im Alltag

Die Yogakinder und ich überlegen eine „Achtsamkeits-Erinnerung“. Beispielsweise ein Armband. Das können wir in der Kinderyogastunde achtsam selbst basteln. Im Alltag dann, immer wenn der Blick darauf fällt, erinnert es uns daran, kurz innezuhalten und eine Achtsamkeitsübung auszuführen- überall, egal wo wir gerade sind. Ausreden zählen nicht! Selbst wenn wir gerade beim Essen sitzen, drei oder vier Atemzüge lang Achtsamkeit üben, gelingt sogar dann.

Schon von Beginn meiner Kinderyoga-Zeit („LehrerIn“ oder „Unterricht“ verpasst mit immer ein komisches Gefühl, denn wir lernen ja selbst soo viel von den Kindern) suche ich „Ankerpunkte“. Ankerpunkte, die den Kindern die Möglichkeit geben, Yoga, Achtsamkeit oder Atemübungen mit nach Hause zu nehmen. Ankerpunkte, die daran erinnern: hey, ich kenne da ja eine Übung. Sie dann anwenden zu können, wenn sie es brauchen: im Alltag, in der aktuellen Situation. Dann muss das Tool präsent sein.

Meine Achtsamkeit

Kinderyoga ist immer anders, die Energie der Kinder auch. Manche Yogastunden sind einfach nur wundervoll, andere nicht.

In 9 Jahren Erfahrung mit Yogakindern habe ich gelernt, Situationen so anzunehmen wie sie gerade ist- ohne Bewertung. Ist die Energie der Kinder gerade zu sehr im Außen, dann ist es eben so. Nächstes Mal wird es besser klappen.

Kinder sind ein ehrliches Gegenüber. Ihnen kann ich nichts vormachen, sie würden es sofort registrieren. Es hat also keinen Sinn, an mir selbst zu zweifeln oder zu grübeln, ob ich die Übung hätte anders machen sollen.

Es ist, wie es ist

Wenn ich selbst achtsam bin, kann ich Situationen objektiver sehen. Ich kann viel besser erkennen, was die Kinder in meinem Yogakurs brauchen. Anstatt damit beschäftigt zu sein, alles mögliche zu tun, um meine Erwartungen erfüllt zu sehen. Erwartungen, die oft nicht eintreten können, weil die Voraussetzungen gerade nicht passen, oder die Kinder anders reagieren.

Bei mir selbst hat das geklappt. Ich habe verschiedene Methoden ausprobiert. Dabei habe ich festgestellt, dass es bei mir überhaupt nicht funktioniert, gleich morgens im Bett achtsam zu sein. Bevor ich richtig wach bin, ist mein Körper schon raus aus dem Bett.😃

Also habe ich ausprobiert, was für mich passt. Ich bin so froh und dankbar, dass sich Achtsamkeits-Übungen dann ganz von selbst in mein Leben integriert haben. Sie bereichern mein Leben und mein Kinderyoga, weil sie mich klarer sehen lassen und dabei helfen, gelassen zu sein. Danke liebe Achtsamkeit.

So gehen Kinderyoga und Achtsamkeit Hand in Hand. Sie unterstützen sich gegenseitig. Die Achtsamkeit ist ein tolles Tool für unser großes Ziel.

Wie ist das bei Dir?

Machst du Achtsamkeitsübungen ?

Machst du mit deinen Kindern/ Yogakindern Achtsamkeitsübungen?

Wie ist deine Erfahrung mit der Achtsamkeit?

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